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Omar Sharif

Omar Sharif

  • Schauspiel
  • 10. April 1932 – 10. Juli 2015 · im Alter von 83
  • Alexandria, Egypt

Omar Sharif, auch Omar El-Sharif, ursprünglich Michel Dimitri Chalhoub, (* 10. April 1932 in Alexandria; † 10. Juli 2015 in Kairo) war ein ägyptischer Schauspieler aus einer libanesisch-syrischen Familie und ein international bekannter Bridge-Spieler. Sharif trat bis in die frühen 1960er Jahre in zahlreichen ägyptischen Filmen auf und wurde 1962 auch international schlagartig bekannt, als ihm Regisseur David Lean in seinem Monumentalfilm Lawrence von Arabien eine wichtige Rolle gab. Er spielte die Rolle des Sherif Ali und wurde von Regisseur Lean in einer berühmten Szene in die Handlung eingeführt: Sherif reitet, vom Wüstenhorizont kommend, minutenlang der Kamera entgegen. Sharif spielte hier an der Seite von Peter O’Toole, Alec Guinness und Anthony Quinn und wurde mit dem Golden Globe Award als Bester Nachwuchsdarsteller und einer Oscar-Nominierung bedacht. Der Film machte Sharif zu einem gefragten Star und brachte ihm Rollen in internationalen Produktionen wie Der Untergang des Römischen Reiches (1964) oder Dschingis Khan (1965) ein. Der Regisseur David Lean gab Sharif 1965 die begehrte Titelrolle in einem der aufwendigsten Filmprojekte der 1960er Jahre, dem Monumentalstreifen Doktor Schiwago, in dem Sharif als junger Arzt zu sehen ist, der sich vor dem Hintergrund der russischen Revolution in eine Krankenschwester (Julie Christie) verliebt. Der gigantische Erfolg dieses Filmklassikers (einer der größten Kassenhits des Jahrzehnts) etablierte Sharif als internationalen Top-Star und Frauenschwarm. Er galt als derart kassenträchtig, dass man ihn in dem Film Die Nacht der Generale (1967) trotz seines orientalischen Aussehens als deutschen Wehrmachtsoffizier besetzte (hier spielte er erneut an der Seite von Peter O’Toole). Ähnlich gewagt war seine Besetzung als Kronprinz Rudolf von Österreich-Ungarn ein Jahr später im Historienfilm Mayerling. Zu einem großen Erfolg wurde das Musical Funny Girl (1968), in dem Sharif die zweite Hauptrolle neben Barbra Streisand spielte. Kurz nach dem Sechstagekrieg von 1967 sorgte die Leinwandromanze zwischen der Jüdin Streisand und dem ägyptischen Muslim Sharif nicht nur für Schlagzeilen. Sie machte ihn in Ägypten zur Persona non grata. Fast zehn Jahre lang konnte er sein Heimatland nicht mehr betreten. Mit Filmen wie Che! (1969, mit Sharif als Che Guevara) oder Mackenna’s Gold (1969) konnte Sharif bereits Ende der 1960er Jahre nicht mehr an seine früheren Erfolge anknüpfen und verlor schließlich seinen Status als kassenträchtiger Top-Star. In den 1970er Jahren wurden seine Rollen und Filme zunehmend unbedeutend. Seit den 1980er Jahren war Sharif vor allem in Fernsehserien, Nebenrollen, Billigproduktionen und ägyptischen Filmen zu sehen. Ein später Erfolg bei Kritik und Publikum gelang ihm 2003 mit der Hauptrolle in der Verfilmung von Éric-Emmanuel Schmitts Roman Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran.

Bekannt für

  • Serie7.0

    Golden Globe Awards

    1944 · 21 votes

  • Serie7.3

    Die Drehscheibe

    1964 · 3 votes

  • Serie9.5

    Spécial cinéma

    1974 · 2 votes

  • Serie5.7

    Sacrée soirée

    1987 · 5 votes

  • Serie6.8

    Champs-Elysées

    1982 · 9 votes

  • Serie5.6

    Wogan

    1982 · 8 votes

  • Serie3.6

    Vivement dimanche

    1998 · 9 votes

  • Serie7.5

    Numéro un

    1975 · 2 votes

Filmografie45

  1. 2008
  2. 2006
  3. 2005
  4. 2004
    • Hidalgo

      Hidalgo - 3000 Meilen zum Ruhm

      Film6.9

  5. 2001
  6. 1999
  7. 1998
  8. 1996
  9. 1995
  10. 1990
  11. 1987
  12. 1986
  13. 1984
  14. 1982
  15. 1981
  16. 1979
  17. 1976
  18. 1975
  19. 1974
  20. 1973
  21. 1972
  22. 1971
  23. 1969
  24. 1968
  25. 1967
  26. 1966
  27. 1965
  28. 1964
  29. 1962
  30. 1956
  31. 1953
  32. 1944